Schäferei Bährs

Wir, die Schäferei Bährs, erzeugen seit 3 Generationen Lammfleisch von den Salzwiesen des Neufelderkooges und dem Binnenland der Schleswig-Holsteinischen Westküste. Die 4. Generation ist in der Ausbildung.

Bei Bedarf werden die Schafe und Lämmer auch mit Kraftfutter gefüttert, damit eine gute und optimale Versorgung der Tiere gewährleistet ist. Unsere jahrelange Erfahrung setzen wir ein, um für Sie Lammfleisch von besonders guter Qualität zu erzeugen.

Testen Sie selbst die Qualität unserer Lammspezialitäten

       "Lammfleisch & Schaffelle direkt vom Erzeuger"                    

Dorthe und Torsten Bährs
Torsten und Dorthe Bährs

Unser Hof liegt im Neufelderkoog / Nordsee, der sich nordwestlich der Elbe / Elbmündung befindet. Der Betrieb ist ca. 200 m vom Seedeich der Nordsee entfernt. Von dort können Sie über die Salzwiesen und das Wattenmeer/Nordsee nach Cuxhaven/Niedersachsen schauen.

Ein weiterer Betriebszweig ist die Sauenhaltung/Ferkelerzeugung. Ebenfalls  bieten wir Urlaub auf dem Bauernhof an.

Wir sind ein Ausbildungsbetrieb. Die Ausbildung zum Tierwirt Schwerpunkt Schafhaltung und zum Landwirt ist bei uns möglich.

Unsere Schafhaltung

Unsere Schäferei ist keine Hüteschäferei. Wir sind eine Deichschäferei. 

Wir sind an der Schleswig-Holsteinischen Nordseeküste:

Lammfleischerzeuger, Küstenschützer, Artenschützer der vom aussterben bedrohten Lachseeschwalbe (Brutgebiet: Salzwiesen unseres Pachtstückes) und Naturschützer.

150 ha Deich und Salzwiesen/Vorländereien haben wir vom Land Schleswig-Holstein gepachtet. Wir leben von der Lammfleischerzeugung. Für den Küstenschutz,  Artenschutz und Naturschutz, den wir mit unseren Schafen betreiben, werden wir nicht entlohnt.

Im Sommer - ab Juni bis Herbst/Winter, je nach Futter und Vegetation - weiden die Mutterschafe zusammen mit ihren Lämmern bei uns am Deich und auf den Salzwiesen.

In den Wintermonaten, wenn der Deich und die Salzwiesen nicht mehr beweidet werden können, teilen wir unsere Schafherde - bestehend aus 1200 Mutterschafen - in 20 Herden je 60 Schafe ein. Diese Schafherden sind in der Regel dann im Binnenland auf Kohlstoppeln, abgeernteten Rübenfeldern, auf Kuhweiden zur Nachweide und auf Zwischenfruchtfeldern. Die Felder werden seit Jahrzehnten in "Gummistiefelhöhe" mit einer stromführenden Litze eingezäunt. Sie werden regelmäßig auf neue Flächen umgeweidet. Dieses wird "Koppelschafhaltung" genannt.

Diese Form der Unterweide im Binnenland gehört zur Deichschafhaltung und damit zum Küstenschutz dazu. 

Das Schaf ist für "draußen" geschaffen.

                         "Wir leben von und mit der Natur!"

Deich und Salzwiesen im Neufelderkoog

Die Lachseeschwalbe

Die Schäferei Bährs ist mit ihren Schafen schon immer Artenschützerin der Lachseeschwalbe (Leuchtturmprojekt) im Neufelderkoog.

Die Lammzeit

Zur Lammzeit kommen die Mutterschafe in den Stall.

Seit kurzem haben wir aufgrund des Artenschutzes Wolf bereits eine frühe Lammzeit von Mitte Dezember bis Mitte/Ende Januar (Stall = Schutz vor dem Wolf).

Im folgenden Podcast des Westfälisch-Lippischen Landfrauenverbandes wird erklärt warum:

"Ein Einblick in das Leben und Arbeiten in einer Deichschäferei." .....

Schafe, Wölfe, Lachseeschwalben… Naturschutz, Artenschutz und die Produktion von Lammfleisch…

Dorthe Bährs berichtet vom Leben und Arbeiten in der Deichschäferei im Einklang mit der Natur.  > zum Podcast

 

Die Hauptlammzeit findet von Anfang März bis ca. Mitte Mai statt.

Für die frühe Lammzeit werden die Mutterschafe bereits im Juli  von den Böcken gedeckt/Ablammzeit ab Mitte Dezember. Die Texel-Suffolk-Kreuzung macht es möglich.

Im Oktober kommen die Mutterschafe zum Bock, die ab März ablammen. Die Tragezeit bei Schafen beträgt 145 Tage.

Futtergrundlage für die Mutterschafe sind in dieser Zeit Heu und Grassilage, die wir im Sommer selbst herstellen, Maissilage und Kraftfutter.

Unser Schafstall

Artenschutz Wildgans und Wolf

Sobald das Mutterschaf und die Lämmer wohlauf sind, und die Witterung es zulässt, kommen die Tiere unter normalen Umständen sofort wieder raus auf Weiden.

Die Folge des Artenschutzes Wildgans und Wolf ....

Es war einmal, dass der direkte Weg der Mutterschafe mit ihren neugeborenen Lämmern im Frühjahr ab März/April mit der Vegetation zum Deich und auf die Salzwiesen führt, aber der Deich und die Vorländereien können mittlerweile im März bis Ende Mai noch nicht wieder mit Schafen beweidet werden.

Aufgrund des strengen Artenschutzes der Wildgans rasten jetzt hunderttausende Wildgänse an der gesamten schleswig-holsteinischen Nordseeküste und es werden jedes Jahr 10 % mehr und ein Ende ist nicht in Sicht.

Zum Schutz vor dem Wolf wird von uns gefordert, "wolfssicher" einzuzäunen entweder mit Elektronetzen oder 4-5 Litzenzäunen (1,05 m bis 1,20 m hoch). Dieses bedeutet aber die 4-fache Arbeitszeit. Dieses können wir in unserem Familienbetrieb nicht leisten.

Ein bespielhafter wolfssicherer Zaun befindet sich im Wildpark Eekholt. Dieser ist 3 Meter hoch, oben nach innen angeschrägt und mit mehreren Stromlitzen versehen. Es gibt einen Untergrabeschutz, minimum 0,60 Meter tief, der 2 Meter weit ins Wolfsgehege hineinragt.

Im folgenden Film "Die natürlichen Feinde des Schafs: Die Nonnengans und der Wolf" erklärt Torsten Bährs.

Die vielen Wildgänse fressen das hochwertige kurze, saftige Gras der Salzwiesen und des Deiches. Die Gänse ziehen immer später weiter zu ihren Brutgebieten nach Sibirien. Sie haben keine natürlichen Feinde.

Wir müssen auf wenigen Binnenlandflächen ausweichen oder die Schafe länger im Stall halten, damit eine optimale Versorgung der Schafe und ihrer Lämmer gewährleistet ist. Am Deich ist nicht genügend Futter und es gibt zuviel Wildganskot auf den Flächen. Es ist kein Platz für Schafe und Lämmer.

Das Schaf ist aufgrund des Artenschutzes Wildgans und Wolf, auf dem Weg zum Stalltier zu werden. Das entspricht nicht der Natur des Schafs. Oder die Schafe werden weniger.

Das ist beides nicht gut für den Küstenschutz und die Artenvielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt in unserem Land.

Ab Juni - nach Abzug der Gänse und einem neuen Aufwuchs des Grases - können die Schafe erst wieder an den Deich und auf die Salzwiesen/ Vorländereien und für den Küstenschutz und den Brutplatz im Sommer der vielen Bodenbrüter an der Nordseeküste sorgen

Das kann nur das Schaf mit seinem "goldenen Biss" und "goldenen Tritt".

Küstenschutz und Artenschutz

Nachhaltiger Küstenschützer - das Schaf

Das Schaf ist der natürlichste und nachhaltigste Küstenschützer der Schleswig-Holsteinischen Nordseeküste.

Das Schaf hat den "goldenen Biss" und den "goldenen Tritt". Es sorgt mit seinem kurzen Biss, dass das Gras auf dem Deich und auf den Salzwiesen/Vorländereien stark verwurzelt und mit seinem festen Tritt, dass dieses nochmals verstärkt wird. Auch Mäuselöcher werden zugetreten. Es entsteht eine feste Bodenstruktur. 

Das wird nur mit dem Tier Schaf erreicht. Der Deich und die Salzwiesen werden somit ein "Bollwerk gegen die Sturmflut".

Nachhaltiger Artenschützer - das Schaf 

Das Schaf ist mit seinem "goldenen Biss" und seinem "goldenen Tritt" auch der natürlichste und nachhaltigste Artenschützer in der Tier- und Pflanzenwelt.

Auf dem Pachtstück/Salzwiesen der Schäferei Bährs im Neufelderkoog brütet im Sommer die unter Artenschutz stehende und vom Aussterben bedrohte Lachseeschwalbe. Es gibt nur noch eine Lachseeschwalbenkolonie in Nordwesteuropa. Die Lachseeschwalbe ist ein Bodenbrüter.

Die Grundvoraussetzung für das Brüten der Lachseeschwalbe im Neufelderkoog ist die intensive Schafbeweidung der Salzwiesen. Die Schwalbe braucht kurzes Gras zum Brüten und um ihre Feinde sehen zu können, wie es auch bei vielen anderen Bodenbrütern der Fall ist.

Die Lachseeschwalbe kann nicht ohne Schaf und nicht mit Prädatoren: Fuchs, Marderhund, Dachs, Wolf...  überleben.

Die Lachseeschwalbe hat den gleichen strengen Artenschutzstatus wie der Wolf.

Schafe "echte Grünmacher"

Das Schaf sorgt dort, wo es zu Hause ist, von Natur aus für nachhaltige, natürliche Artenvielfalt in der Tier- sowie in der Pflanzenwelt.

Die Schafe schützen Mensch, Tier und Land und lassen unser Land blühen und brüten.

Mit den Schafen wird und bleibt unser Land sicher und bunt.

"Schafe sorgen nachhaltig für regionale Lammfleischerzeugung, Küstenschutz, Artenschutz und Artenvielfalt, Naturschutz und Landschaftspflege in unserem Land."

Schafe sind "echte Grünmacher" von Natur aus.

Informationsflyer

Unsere Feriengäste und Hofladenkunden sagten zu uns, dass wir alles einmal aufschreiben und weiterreichen sollten, da sie diese vielen Zusammenhänge nicht gewusst haben. Das haben wir gemacht und es sind zwei Informationsflyer entstanden.

Unsere Schafhaltung an der Nordseeküste:

"Gelebte Biologie - "Leben von und mit der Natur" - in Bildern und Text"

Fernsehen zu Besuch

ARD-Fernsehen: Das "ARD Buffet" war zu Besuch bei der Schäferei Bährs

Film "Regionale Genüsse: Salzwiesenlamm von der Nordseeküste" - der folgende Link führt Sie zum Film:

> www.ardmediathek.de

2. Generation

In 2. Generation hat Reimer Bährs jun. die Schäferei mit seiner Frau Annelene von 1975 bis 1997 geführt. Er ist heute auf dem Hof immer noch aktiv und unterstützt.

Reimer Bährs lebt die Nordseeküste und das prägt auch die 4. Generation.

Schäfer Reimer Bährs - 2. Generation
Schäfer Reimer Bährs - immer aktiv

1. Generation

Im Jahr 1938 hat Reimer Bährs sen. mit seiner Frau Mathilde im Neufelderkoog gesiedelt. Sie gehörten zu den ersten Siedlern des Neufelderkooges und haben den Grundstein für die Schäferei gelegt.

Schäfer Reimer Bährs sen. (gest. 1995) - 1. Generation

Leben hinter´m Deich 1987

Schäfer Reimer Bährs sen. Bericht aus dem Jahr 1987

Durch Anklicken des Bildes können Sie den Bericht lesen.

Herzliche Grüße

Dorthe Bährs

"Das ist unser Leben in der 3. Generation als Deichschäferei an der Schleswig-Holsteinischen Nordseeküste.

Seit 84 Jahren erzeugt die Familie Bährs Lammfleisch, Küstenschutz, Artenschutz und Naturschutz mit ihren Schafen im Neufelderkoog/Dithmarschen/Schleswig-Holstein.

Wir leben von und mit der Natur. Es ist gelebte Biologie."

Herzliche Grüße direkt von der Nordsee 

Ihre Dorthe Bährs & Familie

Unser Ferkelhof

Hannes Bährs

Auf unserem Hof werden auch Ferkel geboren.

Zum Ferkelhof

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